Was ist generative KI?

Was ist generative KI?

Bild: Marielle Viola Morawitz – 2komma8, mithilfe der generativen KI Leonardo.ai

Texte, Bilder und Musik auf Knopfdruck? Willkommen im Zeitalter der generativen KI. Doch was bedeutet das eigentlich genau? Und wie kreativ kann eine Maschine tatsächlich sein? Plötzlich ist sie überall: Generative KI. Sie schreibt Werbetexte, illustriert Kinderbücher und komponiert Popsongs. Tools wie ChatGPT, Midjourney oder Suno verheißen eine Revolution der Contentproduktion. Aber was verbirgt sich hinter dem Begriff? Und wie unterscheidet sich generative KI von „klassischer“ Künstlicher Intelligenz? Zeit für einen fundierten Blick.

Wie funktioniert generative KI? 

Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet allgemein die Fähigkeit von Maschinen, Aufgaben zu lösen, die bisher menschliches Denken erforderten: Sprache verstehen, Muster erkennen, Entscheidungen treffen. Generative KI geht einen Schritt weiter: Sie erschafft Inhalte, die zuvor nicht existierten.

Im Gegensatz zur „analytischen“ KI, die etwa Kundendaten auswertet oder Vorhersagen trifft, produziert generative KI neue Texte, Bilder, Töne oder Videos. Die Systeme lernen aus riesigen Datenmengen und nutzen dieses Wissen, um auf Anfragen (Prompts) zu reagieren.

 

Beispiele für generative KI:

  • ChatGPT: schreibt Texte, beantwortet Fragen, formuliert E-Mails
  • DALL·E/Midjourney: erzeugen Bilder auf Basis von Textbeschreibungen
  • Suno/AIVA: komponieren Musikstücke und Soundtracks

Wie lernt generative KI?

Neuronale Netze sind das Fundament moderner KI-Systeme. Sie heißen so, weil sie sich an der Struktur des menschlichen Gehirns orientieren. Doch was passiert in so einem Netz?

  • Neuronen: Jedes künstliche Neuron ist ein Knotenpunkt, der Informationen empfängt, verarbeitet und weitergibt.

  • Layer (Schichten): Diese Neuronen sind in Schichten organisiert – man spricht von Input Layer, Hidden Layers und Output Layer.

  • Verbindungen: Jedes Neuron ist mit vielen anderen verbunden – oft mit tausenden. Die Verbindungen haben „Gewichte“, die bestimmen, wie stark ein Signal weitergegeben wird.

    Infografik zum neuronalen Netz

    Was bedeutet Training?

    Das Netz wird mit Millionen oder Milliarden von Beispielen gefüttert. Es soll daraus lernen, was „typisch“ ist – also z. B., wie ein Satz aufgebaut ist oder wie ein Apfel aussieht. Dabei wird ständig verglichen: Hat das Netz richtig geraten? Wenn nicht, werden die Verbindungsgewichte angepasst – und das Ganze beginnt von vorn. Dies nennt man Backpropagation (Rückwärtskorrektur).

    Je mehr Layer ein Netz hat, desto komplexere Zusammenhänge erkennt es. Man spricht dann von Deep Learning – also tiefem Lernen. Moderne Modelle wie GPT-4 bestehen aus hunderten Layern mit Milliarden Neuronen und Verbindung.

    Generative KI lernt, wie Sprache funktioniert – nicht, was sie bedeutet

    Ein Textgenerator wie ChatGPT hat beim Training unzählige Texte analysiert – Artikel, Romane, Forenbeiträge. Er hat gelernt:

    • welche Wörter häufig zusammen auftreten

    • wie ein typischer Satz aufgebaut ist

    • welche Stile es gibt (formell, werblich, humorvoll …)

    Doch wichtig: Er versteht nicht den Inhalt, sondern erkennt statistische Muster. Deshalb kann KI auch manchmal Unsinn erzählen – oder Dinge erfinden, die logisch wirken, aber falsch sind.

    Ist KI kreativ? 

     

    Künstliche Intelligenz schreibt Gedichte, komponiert Musik, entwirft Logos – doch ist das wirklich Kreativität? Oder bloß Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten?

    Kreativität umfasst mehrere Aspekte:

    • Originalität: etwas Neues oder Unerwartetes schaffen

    • Relevanz: etwas schaffen, das innerhalb eines Kontexts als sinnvoll oder ästhetisch gilt

    • Intention: ein Ziel oder eine Aussage verfolgen

    • Bewusstsein: Reflexion über den eigenen Schaffensprozess

     

    Künstliche Intelligenz kann derzeit nur die ersten beiden Punkte erfüllen – und das auf beeindruckende Weise. Sie kombiniert vorhandene Daten, erkennt Muster und generiert daraus neue Inhalte, die oft überraschend, ästhetisch und stimmig wirken.

    Wie kreative KI arbeitet

    Generative KI basiert auf riesigen Datensätzen und komplexen Wahrscheinlichkeitsmodellen. Sie „weiß“ nicht, was sie tut, aber sie simuliert kreative Prozesse so gut, dass ihre Outputs oft mit menschlicher Kreativität verwechselt werden.

    Beispiel: Ein KI-Modell wie Midjourney kann auf Grundlage eines Prompts ein Bild erzeugen, das originell aussieht – doch die Originalität liegt nicht im Modell selbst, sondern in der Mischung aus Daten, Training und menschlichem Prompting.

    Was der KI fehlt, ist Intention und Kontextverständnis. Sie weiß nicht, warum sie etwas erzeugt oder was es bedeutet. Auch echte Innovation – das bewusste Brechen von Regeln – gelingt ihr (noch) nicht eigenständig.

    Darüber hinaus fehlt ihr der emotional-intuitive Zugang: Während ein Mensch einen Text schreibt, um zu berühren oder eine Botschaft zu transportieren, erzeugt KI Worte ohne Absicht.

      Ja, KI kann kreativ erscheinen – im Sinne von variantenreicher, kombinatorischer Schöpfung. Sie ist ein kraftvoller Ideengenerator und Inspirationspartner. Doch sie bleibt auf menschliche Anleitung, Korrektur und Interpretation angewiesen.

      Kreativität im engeren Sinne bleibt ein Zusammenspiel von Technik und Mensch. Die KI liefert Impulse, der Mensch gibt ihnen Bedeutung.

      Was kann generative KI besonders gut und wo liegen ihre Grenzen? 

      Generative KI ist schnell, vielseitig und skalierbar. Ihre Stärke liegt in der ersten Entwurfsphase: Wenn Ideen gebraucht werden, Content in großem Umfang produziert werden soll oder visuelle Prototypen schnell entstehen müssen.

      Typische Anwendungsfälle:

      • Marketingtexte für Webseiten, Newsletter, Social Media
      • Bildideen für Kampagnen, Moodboards oder Storyboards
      • Musik und Sounds für Videos oder Podcasts
      • Skripte und Konzepte für Erklärfilme oder Produktpräsentationen

       

      Dabei ist die Qualität oft überraschend hoch – zumindest für den ersten Wurf. Die KI liefert, was Menschen später verfeinern und anpassen.

       

      So beeindruckend die Technik ist: Generative KI hat auch Schwächen. Sie versteht Inhalte nicht wirklich, sondern erkennt nur Muster. Das kann zu Fehlern, Missverständnissen oder veralteten Informationen führen.

       

      Wichtige Limitierungen:

      • Fakten sind nicht garantiert richtig (z. B. bei historischen oder wissenschaftlichen Themen)
      • urheberrechtliche Grauzonen bei Bild- und Musikgenerierung
      • Wiederholungen und Stereotype in Texten
      • ethische Fragen bei Deepfakes oder manipulativen Inhalten

       

      Generative KI ist kein Ersatz für menschliche Kreativität, sondern ein Werkzeug. Ihre Stärke liegt in der Kombination mit kritischem Denken, Fachwissen und gestalterischem Gespür.

      Generative KI ist mehr als ein Hype. Sie verändert, wie wir Inhalte denken, erstellen und verbreiten. Wer sie richtig einsetzt, kann schneller zu besseren Ergebnissen kommen – aber nicht ohne menschliche Kontrolle.

      Als Agentur verstehen wir generative KI als Werkzeug. Ein kraftvolles Tool, das Ideen beschleunigt, aber nicht ersetzt. Wollen Sie wissen, wie das in der Praxis aussieht? Sprechen Sie uns an.

      Marielle Viola Morawitz

      Marielle Viola Morawitz

      Expertin für generative KI

      Dieser Beitrag wurde von Marielle Viola Morawitz, Inhaberin der Berliner Agentur 2komma8 – Büro für Text, Fotografie und Grafikdesign, in Kooperation mit dem KI-Redakteur und -Spezialisten Robert verfasst. Marielle Viola Morawitz beschäftigt sich mit ChatGPT seit der ersten Stunde und hat sich ein umfangreiches Wissen zu KI-Programmen wie DALL-E, Adobe Firefly, Suno, Leonardo.ai, Luma Dream Machine, Runway oder HeyGen erarbeitet. Sie ist Preisträgerin des Awards „Unternehmen der Zukunft“ und DUP-Botschafterin des BIG BANG KI FESTIVALS.

      Schriftarten für barrierefreie Websites: DSGVO-konform, lesefreundlich und rechtlich sicher

      Schriftarten für barrierefreie Websites: DSGVO-konform, lesefreundlich und rechtlich sicher

      Gute Schrift wirkt – und zwar bei allen. Sie entscheidet mit, ob Ihre Website gelesen, verstanden und wieder besucht wird. Doch gerade online steht sie oft vor einer doppelten Herausforderung: Sie soll nicht nur gut aussehen, sondern auch barrierefrei, DSGVO-konform und rechtssicher sein. Klingt kompliziert? Ist es nicht – wenn man weiß, worauf es ankommt.

      Barrierefreie Typografie

      Barrierefreie Typografie bedeutet, dass digitale Inhalte für viele Menschen zugänglich und ohne Hindernisse lesbar sind – unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten, ihrem Alter oder ihren technischen Voraussetzungen. Besonders betrifft das Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen, Kontrastempfindlichkeit, Farbfehlsichtigkeit, kognitiven Einschränkungen oder Leseschwierigkeiten wie Legasthenie. Aber auch Menschen mit temporären Einschränkungen, etwa nach einer Augen-OP oder bei der Nutzung eines Displays in der Sonne, profitieren von guter, barrierefreier Schriftgestaltung.

      Barrierefreie Typografie achtet auf klare, gut unterscheidbare Buchstabenformen, ausreichend große Schriftgrößen, harmonische Zeilenabstände und ausreichend Kontrast zwischen Schriftfarbe und Hintergrund. Sie verzichtet auf gestalterische Spielereien, die die Lesbarkeit einschränken könnten – etwa zu hohe Strichkontraste, extrem enge Laufweiten, kursiv gesetzte Absätze oder verschnörkelte Akzentschriften im Fließtext.

      Kurz gesagt: Barrierefreie Typografie stellt die Leserlichkeit über das Design und unterstützt aktiv dabei, dass Inhalte inklusiv kommuniziert werden – für alle Menschen.

        Die wichtigsten Kriterien:

        • Hohe x-Höhe: Buchstaben wie „e“ oder „a“ sind besser erkennbar.
        • Ausreichender Kontrast: Textfarbe und Hintergrund müssen sich deutlich unterscheiden.
        • Gute Zeichenunterscheidung: z. B. klares „l“, „I“ und „1“.
        • Großzügiger Zeilenabstand und Schriftgröße (mind. 16 px im Fließtext).
        • Keine Versalien für ganze Absätze: durchgehende Großbuchstaben sind schwer lesbar.

        Systemschriften

        Was sind Systemschriften?

        Systemschriften sind Schriftarten, die bereits auf den Betriebssystemen (Windows, macOS, Linux, iOS, Android) vorinstalliert sind. Das bringt eine ganze Reihe von praktischen Vorteilen mit sich – vor allem im Hinblick auf Performance, Kompatibilität und Datenschutz.

        Vor- und Nachteile von Systemschriften

         Systemfonts sind eine starke strategische Entscheidung – insbesondere dann, wenn Ladezeit, Kompatibilität und rechtliche Sicherheit oberste Priorität haben. Sie bieten viele Vorteile.

         

        Vorteil Erklärung
        schnelle Ladezeiten Da keine Webfonts geladen werden müssen, lädt die Website deutlich schneller.
        kein zusätzlicher Speicherbedarf Die Schrift ist bereits auf dem Endgerät vorhanden – keine Zusatzressourcen nötig.
        maximale Kompatibilität Systemschriften funktionieren auf nahezu allen Geräten und Browsern weltweit.
        datenschutzfreundlich Keine Verbindung zu externen Servern wie Google Fonts → DSGVO-konform ohne Cookie-Banner.
        klare Darstellung auf Screens Viele Systemschriften wie Verdana oder Trebuchet MS wurden speziell für Bildschirme optimiert.
        ideale Wahl für Office und PDFs Der Empfänger sieht mit hoher Wahrscheinlichkeit exakt die gleiche Typografie.
        keine Lizenzkosten Systemfonts dürfen in der Regel kostenlos und kommerziell genutzt werden (Ausnahmen prüfen, z. B. Helvetica).

          Trotz ihrer vielen Vorteile bringen Systemschriften auch Einschränkungen mit – vor allem aus gestalterischer Sicht.

           

          Nachteil Erklärung
          begrenzte Designvielfalt Viele Systemschriften wirken neutral oder überholt, es fehlt der individuelle Stil.
          kein echter Branding-Effekt Einprägsame Schriftbilder lassen sich nur schwer mit Standardfonts erzeugen.
          nicht immer barriereoptimiert Einige ältere Systemfonts sind nicht optimal für Menschen mit Leseschwächen.
          keine typografischen Extras Ligaturen, variable Fonts oder OpenType-Features fehlen meist komplett.

           

           

          Barrierefreie Systemschriften

          Nicht alle Systemschriften sind barrierefrei. Die Schriftart „Impact“ beispielsweise ist sehr kompakt und hat extrem dicke Striche, so gibt es kaum Unterscheidung in den Details. „Courier New“ ist im Fließtext schwer lesbar, da die Monospace-Schrift mit sehr schmalen Punzen daherkommt und „Lucida Console“ ist eher für Codezeilen optimiert, nicht für längere Lesetexte.

          Kostenfrei, kommerziell nutzbar und barrierefreundlich gelten insbesondere:

          • Arial: klassische serifenlose Schrift, gut lesbar, sehr weit verbreitet
          • Verdana: entwickelt für maximale Bildschirmlesbarkeit, große x-Höhe, sehr barrierefreundlich
          • Tahoma: kompakter als Verdana, aber klar strukturiert und gut unterscheidbar
          • Trebuchet MS: humanistische Grotesk, offen, freundlich und stabil lesbar

          Wann ist der Einsatz von Systemschriften sinnvoll?

          Der Griff zur Systemschrift ist nicht immer eine Notlösung – sondern kann bewusst eingesetzt werden, um technische, rechtliche oder konzeptionelle Anforderungen zu erfüllen. Hier sind die typischen Einsatzbereiche:

          • Wenn Ladezeit und Performance entscheidend sind (z. B. bei Mobile-First-Websites).

          • Wenn absolute DSGVO-Konformität ohne Cookie-Banner gewünscht wird.

          • Bei minimalistischen oder neutralen Designs, z. B. für NGOs, Behörden oder Rechtsportale.

          • Für Newsletter, PDFs oder Office-Dokumente, bei denen eine einheitliche Darstellung sichergestellt sein muss.

          • In Projekten ohne Webfont-Budget oder bei sehr eingeschränkten Hosting-Möglichkeiten

          Wer eine technisch saubere, rechtlich unbedenkliche und dennoch zugängliche Webtypografie umsetzen möchte, sollte Systemschriften nicht unterschätzen. Auch wenn sie nicht die gestalterische Tiefe moderner Webfonts bieten, punkten sie mit Geschwindigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit.

          Für viele Projekte – insbesondere im öffentlichen Sektor, in rechtlich sensiblen Branchen oder bei klar funktional ausgerichtetem Design – sind sie die pragmatische und professionelle Wahl.

          Arial

          Google Fonts

          Trotz der Vorteile von Systemschriften lohnt sich auch ein Blick auf die Google-Fonts-Bibliothek. Denn hier finden sich mittlerweile über 1.500 kostenlose Schriftarten, viele davon mit einem klaren Fokus auf Lesbarkeit, Inklusion und digitale Barrierefreiheit. Besonders Projekte wie Lexend, das speziell zur Verbesserung der Lesegeschwindigkeit entwickelt wurde, oder Atkinson Hyperlegible, das aus der Arbeit mit sehbehinderten Menschen entstanden ist, zeigen: Google Fonts bietet mehr als nur Design.

          Die Plattform punktet zudem mit einer einfachen Handhabung, klaren Open-Source-Lizenzen (SIL Open Font License) und einer stetig wachsenden Auswahl an Schriftarten, die für alle Endgeräte optimiert sind. Wer also auf der Suche nach moderner, gut ausgebauter Typografie ist, wird hier garantiert fündig – solange die Einbindung datenschutzkonform erfolgt.

           

          Barrierefreie Google Fonts:

          • Atkinson Hyperlegible: entwickelt vom Braille Institute of America, hat eine extrem hohe Unterscheidbarkeit zwischen ähnlichen Buchstaben

          • Lexend: entwickelt zur Verbesserung der Lesegeschwindigkeit

          • Merriweather Sans: die beliebte Merriweather für den Fließtext optimiert
          • Noto Sans: exzellente Zeichenabdeckung, hohe Lesbarkeit
          • Roboto: bewährt, vielseitig und technisch

          • Open Sans: freundlich und gut lesbar in allen Größen

          • Source Sans Pro: besonders harmonisch im Lesefluss

          Google Fonts rechtssicher einbinden

          Google Fonts sind beliebt, weil sie kostenlos, vielfältig und einfach in Websites einzubinden sind. Doch die direkte Nutzung über die Server von Google ist aus Datenschutzsicht problematisch: Beim Abruf der Schriftarten wird die IP-Adresse der Nutzer*innen an Google weitergeleitet, was laut deutschem Recht ohne explizite Zustimmung nicht zulässig ist.

          Um Google Fonts dennoch rechtssicher zu verwenden, empfiehlt sich die sogenannte lokale Einbindung. Dabei werden die gewünschten Schriftarten nicht von den Google-Servern geladen, sondern auf dem eigenen Webserver gespeichert und von dort ausgeliefert. So wird die Datenübertragung an Dritte unterbunden und die Nutzung bleibt vollständig DSGVO-konform.

          Google Fonts

          Barrierefreie Schriften im Fließtext

          Im Fließtext zählt vor allem eins: Lesbarkeit. Denn hier finden die meisten Informationen statt – und sie sollen schnell, mühelos und ohne visuelle Stolpersteine aufgenommen werden können.

          Eine gut gewählte Fließtext-Schrift erfüllt mehrere zentrale Kriterien:

          • Hohe x-Höhe: Damit sind die mittelhohen Buchstaben wie „e“, „a“, „n“ oder „o“ gemeint. Eine große x-Höhe verbessert die Erkennbarkeit dieser Zeichen deutlich, insbesondere für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen.

          • Ausgewogene Laufweite: Die Buchstaben sollten weder zu eng noch zu weit gesetzt sein. Enge Laufweiten erschweren das Erkennen einzelner Buchstaben, zu weite erschweren den Lesefluss.

          • Klare Zeichenunterscheidung: Buchstaben wie l, I und 1 sollten klar unterscheidbar sein. Das ist besonders wichtig für Menschen mit Legasthenie oder bei kleinen Bildschirmgrößen.

          • Offene Buchstabenformen: Buchstaben wie „c“, „e“ oder „a“ sollten nicht geschlossen oder stark stilisiert sein. Offenere Formen erleichtern das Erkennen bei schnellen Blickwechseln.

          • Wenig Stilbrüche: Kursive, versale oder verschnörkelte Stile sollten im Fließtext vermieden werden, da sie die Leserlichkeit deutlich mindern.

          • Serifenlos oder moderat-serifenbetont: Serifenlose Schriften wie Lexend, Inter oder Roboto haben sich im digitalen Raum bewährt. Moderat-serifenbetonte Fonts wie Lora oder Merriweather funktionieren auch – wenn sie in guter Schriftgröße und mit klarem Schnitt gesetzt werden.

          • Optimiert für Screens: Die Schrift sollte speziell für die Bildschirmdarstellung entworfen worden sein (z. B. mit Hinblick auf Pixelraster, Klarheit und Renderqualität).

          Besonders serifenlose Schriften schneiden im Fließtext gut ab, weil sie neutral, klar und modern wirken. Sie lassen sich selbst in kleineren Größen gut lesen – auf Desktop wie Mobilgeräten. Viele Systemschriften gehören dazu, wie Arial, Tahoma, Trebuchet MS oder Verdana.

          Headline-Schriften: Starke Wirkung mit guter Lesbarkeit kombinieren

          Headlines sind der erste Blickfang Ihrer Website. Sie strukturieren Inhalte, schaffen visuelle Hierarchie und lenken die Aufmerksamkeit der Besucher*innen. Dabei sollten sie überzeugen, klar verständlich und gleichzeitig barrierefrei sein. Hier gelten etwas andere Regeln als im Fließtext – aber auch hier steht die Lesbarkeit an oberster Stelle.

          Im Unterschied zum Fließtext funktionieren bei Headlines durchaus auch serifengebundene Schriften, weil sie in größeren Größen eingesetzt werden und dadurch ihre charakteristischen Merkmale zur Geltung kommen, ohne die Lesbarkeit zu beeinträchtigen. Besonders moderne Serifenschriften mit mittlerem bis geringem Kontrast zwischen den Linien sowie großzügigem Weißraum sind eine gute Wahl.

          Worauf Sie bei barrierefreien Headlines achten sollten

          • Mindestschriftgröße: Headlines sollten auf Desktopgeräten mindestens 24–28 px haben, auf Mobilgeräten je nach Font mindestens 20 px. Je wichtiger der Inhalt, desto größer die Schrift.

          • Klarer Kontrast: Der Farbkontrast zur Umgebung muss hoch genug sein, um den WCAG-Richtlinien (mind. AA) zu entsprechen. Ideal ist Schwarz auf weißem oder hellem Hintergrund.

          • Vermeide reine Versalien: GROSSGESCHRIEBENE WÖRTER sind schlechter lesbar, da die charakteristische Silhouette der Worte verloren geht.

          • Nicht zu viele Schnörkel oder Ligaturen: Auch wenn sie grafisch reizvoll sind, stören sie den Lesefluss. Moderne Editorial-Fonts wie Lora oder Domine schaffen hier die Balance.

          • Gute Buchstabenunterscheidung: Besonders wichtig bei ähnlichen Zeichen wie I, l, 1 oder O und 0.

          • Ausreichender Zeilenabstand: Besonders bei mehrzeiligen Headlines (z. B. auf Startseiten) sollte der Abstand großzügig genug sein, um optisch Luft zu lassen.

          Serifenschriften als Headline-Favoriten

          Gerade Serifenschriften wie Merriweather, Lora oder Libre Baskerville funktionieren in Headlines hervorragend, da sie über ein klares, elegantes Schriftbild verfügen, das Professionalität und Seriosität vermittelt. In Kombination mit einer serifenlosen Fließtextschrift entsteht ein harmonischer Kontrast, der sowohl optisch reizvoll als auch funktional sinnvoll ist.

          Auch Slab Serifs wie Bitter können eine gute Wahl sein: Sie kombinieren die Betonung der Serifen mit klaren Linien und hoher Robustheit – ideal für selbstbewusste, aber barrierearme Headlines.

          Empfohlene Headline-Schriften (Google Fonts):

            • Merriweather: angenehm lesbar, wirkt kompetent

            • Lora: elegant, aber bodenständig

            • Domine: klar strukturiert, ideal für Headlines

            • Libre Baskerville: klassisch, aber angenehm ruhig

            • Bitter: robust und auffällig

          Merriweather

          Akzentschriften: Dekorativ, aber mit Bedacht einsetzen

          Akzentschriften, insbesondere sogenannte Script Fonts, sind Schriften, die stark an Handschrift oder kalligrafische Gestaltung erinnern. Sie verleihen einem Text einen individuellen, emotionalen oder verspielten Charakter – und werden daher gerne für dekorative Überschriften, Zitate oder gestalterische Highlights genutzt. Ein Beispiel ist die Google Font Great Vibes, die mit schwungvollen Buchstaben an elegante Schreibschrift erinnert.

          Doch Achtung: Script Fonts sind in der Regel nicht barrierefrei. Sie erschweren durch ihre unkonventionelle Formgebung das schnelle Erfassen von Wörtern, vornehmlich für Menschen mit Seh- oder Leseschwächen. Auch auf kleineren Bildschirmen oder bei reduzierten Kontrasten leidet die Lesbarkeit.

          Trotzdem müssen Sie auf Akzentschriften nicht verzichten. Wichtig ist, dass sie gezielt und verantwortungsvoll eingesetzt werden.

           

          Wann und wie lassen sich Script Fonts barrierearm einsetzen?

          Obwohl sogenannte Script Fonts nicht zu den klassischen barrierefreien Schriften zählen, lassen sie sich bei geschicktem Einsatz durchaus in ein barrierebewusstes Webdesign integrieren. Voraussetzung ist jedoch, dass sie keine tragende Rolle bei der Informationsvermittlung übernehmen, sondern gezielt als gestalterisches Stilmittel eingesetzt werden – etwa um Emotionen zu transportieren oder Design-Highlights zu setzen. Achten Sie auf folgende Punkte:

          • nur für einzelne Worte oder sehr kurze Phrasen: etwa als gestalterischer Akzent im Header oder auf Social-Media-Grafiken

          • mindestens 36 px Schriftgröße: alles darunter wird schnell unleserlich

          • hoher Kontrast zum Hintergrund: z. B. weiße Schrift auf dunklem Hintergrund oder umgekehrt

          • nicht in Navigation, Buttons oder Fließtext verwenden: dort sollte immer eine gut lesbare serifenlose Schrift stehen

          • Screenreader-Kompatibilität beachten: verwenden Sie „aria-label“ oder visuell versteckten Alternativtext, falls die Schrift als reines Designelement eingesetzt wird

          Alternativ: Akzentschrift als Bild einbinden

          Wenn Sie eine Script Font aus gestalterischen Gründen unbedingt verwenden möchten, bietet sich auch eine Einbindung als Bilddatei (z. B. PNG oder SVG) an. So haben Sie die volle Kontrolle über die Darstellung – ohne dabei Barrierefreiheit oder Datenschutz zu verletzen. Wichtig ist dann allerdings, dass das Bild mit einem beschreibenden Alternativtext (alt-Attribut) versehen wird.

          Fazit: Akzentschriften sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt

          Akzentschriften sind erlaubt – aber nur, wenn sie nicht die Funktion der Informationsvermittlung übernehmen. Sie dürfen schmücken, aber nicht tragen.

          • Mindestens 36 px Schriftgröße
          • Hoher Kontrast zum Hintergrund
          • Alternativtext oder aria-label für Screenreader

          Schriften auf der Unternehmenswebsite verwenden: Lizenzen beachten

          Viele Unternehmen sind unsicher, ob sie Google Fonts oder Systemschriften frei verwenden dürfen. Hier die wichtigsten Fakten:

          Schriftart Lizenzstatus Kommerzielle Nutzung erlaubt?
          Google Fonts Open-Source (SIL/OFL) ja
          Systemfonts Bestandteil von Windows/macOS ja
          Adobe Fonts Lizenz-abhängig über Creative Cloud nur mit aktiver Lizenz
          individuelle Fonts nur mit Kauf- oder Webfont-Lizenz kommt auf Lizenz an

          Tipp: Dokumentieren Sie Ihre Schriftquellen und -lizenzen, besonders im Corporate Design. Das schützt Sie vor Abmahnungen.

          Schriften kombinieren

          Wer barrierefreie Schriften auswählt, steht früher oder später vor der Frage: Welche Schriften passen eigentlich gut zusammen? Die Kombination aus Headline- und Fließtextschrift ist entscheidend für ein harmonisches Gesamtbild – sie beeinflusst sowohl die Wahrnehmung als auch die Lesbarkeit Ihrer Inhalte.

          Eine gelungene Kombination lebt vom Kontrast in der Wirkung, nicht in der Leserlichkeit. Das bedeutet: Die beiden Schriften sollten sich visuell unterscheiden (z. B. Serif vs. Sans Serif), aber dennoch ähnliche Proportionen und Laufweiten aufweisen. So entsteht Spannung ohne Stilbruch.

          Worauf Sie beim Schriften-Matching achten sollten

          Ein gelungenes Schriftkonzept lebt nicht nur von der Auswahl einzelner Schriftarten, sondern auch von deren Zusammenspiel. Besonders bei der Kombination von Überschrift und Fließtext entscheidet sich, wie stimmig, zugänglich und professionell Ihre Website wirkt.

          • Unterschiedliche, aber harmonische Schriftarten: Kombinieren Sie z. B. eine Serifenschrift für Headlines mit einer serifenlosen Schrift im Fließtext.

          • Gleichbleibende Grundstimmung: Modern und modern, klassisch und klassisch. Kombinieren Sie niemals eine verspielte mit einer hochseriösen Schrift.

          • Ausgewogene Kontraste: Schriftarten sollten sich erkennbar unterscheiden, aber nicht gegeneinander „arbeiten“.

          • Nicht mehr als zwei bis drei Schriftarten pro Projekt verwenden. Zu viele Fonts wirken unruhig und mindern die Barrierefreiheit.

          • Gleiche Schriftgrade richtig skalieren: Eine Headline-Schrift braucht andere Abmessungen als eine Fließtext-Schrift, um gleichwertig zu wirken.

          Diese Schrift-Kombinationen eignen sich sehr gut

          Bevor Sie sich für eine Schrift entscheiden, lohnt sich ein Blick auf bewährte Kombinationen aus Headline- und Fließtextfonts. Sie bieten nicht nur visuelle Harmonie, sondern auch eine klare Struktur für Ihre Inhalte.

          Einsatzbereich Empfohlene Kombination (Headline + Fließtext) Wirkung
          Barrierearmes Magazin Merriweather + Inter klassisch und modern zugleich
          Health-Website Lora + Open Sans sanft, vertrauensvoll
          Tech-Startup Domine + Roboto klar, rational
          NGO / Verein Libre Baskerville + Source Sans Pro offen, professionell
          Kreativagentur Bitter + Lexend stark, aber barrierefreundlich

          Coverbild: Marielle Viola Morawitz – 2komma8 – mithilfe von KI-generiert (DALL-E)

           

           

           

          Überprüfen Sie Ihre Website: Sind die eingesetzten Schriften wirklich barrierefrei, DSGVO-konform und lesefreundlich?
          Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl, Kombination oder Implementierung barrierefreier Fonts benötigen, steht Ihnen 2komma8 gern beratend zur Seite.

          Marielle Viola Morawitz

          Marielle Viola Morawitz

          Grafikdesignerin mit einer Vorliebe für Schriften

           

          Dieser Beitrag wurde mit viel Sorgfalt von Marielle Viola Morawitz, Inhaberin der Berliner Agentur 2komma8 – Büro für Text, Fotografie und Grafikdesign, verfasst. Als erfahrene Redakteurin, Content-Strategin und Webdesignerin begleitet sie Unternehmen auf dem Weg zu professioneller, nutzerfreundlicher Onlinekommunikation. Barrierefreiheit ist dabei für sie nicht nur ein Pflichtprogramm, sondern Ausdruck digitaler Fairness und Respekt.

          Der Text entstand aus praktischer Erfahrung, fachlicher Recherche und dem Anspruch, technische, gestalterische und rechtliche Aspekte verständlich und umsetzbar zu vereinen. Bei der Ausarbeitung hat ihr Ihr persönlicher Assistent Pixel, eine generative KI, geholfen.

          Ein Jahr Threads in Deutschland – ein Resümee

          Ein Jahr Threads in Deutschland – ein Resümee

          Vor rund einem Jahr sorgte Meta mit Threads für einen Paukenschlag in Deutschland: ein textbasierter Social-Media-Dienst als „Twitter-Konkurrent“, eingebettet in das Instagram-Ökosystem. Die Erwartungen waren hoch, der Start vielversprechend. Doch wie sieht die Bilanz nach einem Jahr aus? Wie intensiv wird Threads genutzt, wer ist dort aktiv und lohnt sich die Plattform für Unternehmen? Wir werfen einen Blick auf die Entwicklung von Threads in Deutschland und vergleichen sie mit der Plattform X, ehemals Twitter.

          Wie intensiv nutzen die Deutschen Threads?

           

          Threads startete mit beeindruckenden Nutzerzahlen: Innerhalb von 5 Tagen registrierten sich weltweit über 100 Millionen User. In Deutschland waren es in den ersten 3 Tagen 550.000 Downloads. Zum jetzigen Zeitpunkt verzeichnet die Plattform rund 300 Millionen monatlich aktive Nutzerinnen und Nutzer. Für Deutschland gibt es keine aktuellen Zahlen. Die Interaktionen auf Threads sind im Vergleich zu Plattformen wie Instagram oder X geringer. Dennoch gibt es in spezifischen Communitys, beispielsweise im Bereich Lifestyle, Technologie und Nachhaltigkeit, engagierte Nutzergruppen. Besonders Creator*innen und Unternehmen, die einen dialogorientierten Ansatz verfolgen, scheinen auf Threads aktiv zu sein.

           

          Wer nutzt Threads?

           

          Die Plattform spricht vor allem junge Erwachsene an, die bereits stark in das Instagram-Ökosystem eingebunden sind. Unternehmen und Creator*innen nutzen Threads häufig als Verlängerung ihres Instagram-Auftritts.

           

          • Junge Erwachsene: Threads zieht vor allem junge Erwachsene an, die bereits aktiv Teil der Instagram-Community sind und hier ergänzend Inhalte konsumieren oder teilen.

          • Unternehmen und Marken: Sie nutzen Threads als Verlängerung ihres Instagram-Auftritts, insbesondere zu Themen wie Lifestyle, Popkultur und Nachhaltigkeit, und setzen dabei auf eine lockere, persönliche Ansprache.

          • Creator*innen und Influencer*innen: Diese Gruppe nutzt Threads, um ihre Reichweite auszubauen und den Austausch mit ihrer Community intensiver zu gestalten.

          • Fachleute: Expert*innen aus den Bereichen Technologie und Innovation diskutieren auf Threads aktuelle Trends und Entwicklungen, um sich zu vernetzen.

           

           

          Bisher bleibt Threads allerdings noch wenig vielfältig, da sich die Nutzenden kaum von der bestehenden Instagram-Zielgruppe unterscheiden.

             

            Nutzen für Unternehmen: Potenziale und Praxis

             

            Einige Unternehmen haben Threads erfolgreich in ihre Kommunikationsstrategie integriert. Sie nutzen die Plattform, um nahbar zu wirken und Gespräche mit ihrer Community zu führen. Ein Beispiel ist eine nachhaltige Modemarke, die Threads nutzt, um Einblicke hinter die Kulissen zu gewähren und schnelle Feedbackschleifen zu generieren.

             

             Content-Tipps:

            • Persönlichkeit zeigen: Threads eignet sich für lockere, informelle Kommunikation.
            • Kurz und knackig: Beiträge mit einem Mix aus Text und visuellem Content kommen gut an.
            • Dialog statt Monolog: Unternehmen sollten Threads nicht als Werbeplattform, sondern als Diskussionsraum nutzen.

            Diese Unternehmen machen es vor

             

            In Deutschland haben einige Marken auf Threads durch humorvolle Inhalte eine beachtliche Anhängerschaft gewonnen und erzielen hohe Interaktionsraten:

             

            • Teekanne: Das Unternehmen hat mit kreativen Wortspielen und humorvollen Beiträgen, wie dem „Mausi-Tee“, viele neue Fans auf Threads gewonnen.
            • ProSieben: Der Fernsehsender nutzt kurze, witzige Posts, die genau den Ton der Threads-Community treffen, und erzielt damit hohe Interaktionen.
            • Carrera: Der Spielzeughersteller begeistert mit humorvollen Beiträgen rund um die Welt der Rennbahnen und spricht damit sowohl Kinder als auch Erwachsene an.
            • Deutsche Bahn: Mit einem Mix aus ironischen Antworten auf Beschwerden und kreativen Memes hat sich die Deutsche Bahn auf Threads als unterhaltsame Marke etabliert.

            Threads vs. X: Ein ernstzunehmender Konkurrent?

             

            Threads wurde oft als potenzieller „Twitter-Killer“ gehandelt. Doch nach einem Jahr zeigt sich: Threads hat seine eigene Nische gefunden, ohne X zu verdrängen.

            Plattformvergleich:

            • Threads: Dialogorientiert, einfacher Zugang durch die Instagram-Integration, weniger Reichweite.
            • X: Vielfältige Zielgruppen, hohe Reichweite, aber zunehmend von kontroversen Diskussionen geprägt.

             

             

            Threads punktet vor allem bei Nutzer*innen, die X den Rücken gekehrt haben, aber dennoch an textbasierten Plattformen interessiert sind. Für Unternehmen, die einen positiven und persönlichen Austausch suchen, ist Threads eine Überlegung wert.

             

            Empfehlung: Lohnt sich Threads für Unternehmen?

             

            Die Antwort hängt von Ihrer Zielgruppe und Ihren Zielen ab:

            • Geeignet für: Unternehmen mit Fokus auf Community-Building und dialogorientiertem Content.
            • Nicht ideal für: Unternehmen, die schnelle Reichweite und hohe Sichtbarkeit suchen.

             

            Threads ist aktuell kein Must-have, ist jedoch ein wertvoller Zusatzkanal – besonders, wenn Ihre Zielgruppe bereits auf Instagram aktiv ist. 

             

             Fazit:

            Ein Jahr nach dem Start zeigt Threads Licht und Schatten. Die Plattform hat ihre Stärken in der Community-Bindung, bleibt aber in puncto Reichweite hinter anderen Netzwerken zurück. Für Unternehmen, die den direkten Dialog mit ihrer Zielgruppe suchen, bietet Threads spannende Möglichkeiten. Doch ob sich der Aufwand lohnt, hängt davon ab, wie gut Threads zur eigenen Strategie passt. Die Frage bleibt: Setzen Sie auf eine Nische – oder warten Sie, bis Threads den nächsten großen Entwicklungsschritt macht?

            Coverbild: scyther5 – Getty Images (Canva)

             

             

             

            Lohnt sich Threads für Ihr Unternehmen? Kontaktieren Sie uns noch heute und wir nehmen eine Analyse vor!

            Barrierefreie Websites: Ihr Leitfaden zur digitalen Inklusion

            Barrierefreie Websites: Ihr Leitfaden zur digitalen Inklusion

            Die Tür ist verschlossen. Sie klopfen, rufen, versuchen es mit aller Kraft, aber es bleibt Ihnen der Zugang verwehrt. So ergeht es täglich Millionen Menschen, wenn sie auf eine Website stoßen, die nicht barrierefrei ist. Für viele von uns ist das Internet ein fester Bestandteil des Alltags: Wir kaufen ein, erledigen Bankgeschäfte, informieren und vernetzen uns. Doch für Menschen mit Behinderungen kann jeder Klick eine Hürde bedeuten.

            Ab Mitte 2025 wird sich das ändern. Dann tritt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft, das die Anforderungen des European Accessibility Act (EAA) in deutsches Recht umsetzt. Dieses Gesetz verpflichtet Unternehmen, ihre Websites und Apps barrierefrei zu gestalten.

            Barrierefreiheit im Netz wird Pflicht

             

            Barrierefreiheit im Netz ist längst keine Kür mehr, sondern wird zur Pflicht. Die europäische Norm EN 301 549 legt die technischen Details fest, die sicherstellen, dass Ihre Website die Anforderungen erfüllt. Diese Norm basiert auf den Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG), die weltweit als Standard gelten. Ziel ist es, europaweit einheitliche Regeln zur Barrierefreiheit zu schaffen und so allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu digitalen Produkten und Dienstleistungen zu ermöglichen.

             

            Was bedeutet das für Ihr Unternehmen? Es geht darum, Ihre digitale Präsenz für alle zugänglich zu machen.

            Warum ist das gerade jetzt so wichtig? Zum einen sind die gesetzlichen Vorgaben eindeutig und verbindlich – und die Frist rückt näher. Zum anderen zeigt die Praxis: Eine barrierefreie Website öffnet die Tür zu neuen Zielgruppen und verbessert die Nutzerfreundlichkeit für alle. Unternehmen, die frühzeitig handeln, sichern sich nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern zeigen auch, dass sie Verantwortung übernehmen und für Inklusion und Chancengleichheit stehen.

            Notwendigkeit von barrierefreien Websites

             

            Barrierefreiheit im Internet bedeutet, dass digitale Inhalte und Dienstleistungen so gestaltet sind, dass sie für alle Menschen zugänglich sind. Das beinhaltet sowohl technische als auch inhaltliche Aspekte: Websites müssen mit Hilfstechnologien wie Screenreadern kompatibel sein, sie müssen über eine klare Struktur und Navigation verfügen und die Inhalte sollten in einer einfachen, verständlichen Sprache präsentiert werden. Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG) definieren internationale Standards für die Web-Barrierefreiheit und helfen dabei, diese Ziele zu erreichen.

            Was bedeutet „barrierefreie Websites“ konkret?

             

            Barrierefreie Websites sind Internetseiten, die so gestaltet sind, dass alle Menschen sie uneingeschränkt nutzen können – unabhängig von körperlichen, sensorischen, geistigen oder technischen Einschränkungen. Barrierefreiheit bedeutet, dass Websites auch für Personen mit Behinderungen oder temporären Einschränkungen zugänglich und bedienbar sind. Dazu gehören Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen, motorischen Einschränkungen, kognitiven Beeinträchtigungen sowie ältere Menschen und Personen, die temporäre Einschränkungen haben, wie beispielsweise nach einer Verletzung.

            Warum ist Barrierefreiheit im Web wichtig?

             

            Barrierefreiheit im Web ist wichtig, weil das Internet heute ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens ist. Es ermöglicht den Zugang zu Informationen, Dienstleistungen, Bildung, sozialen Interaktionen und vielem mehr. Wenn Websites nicht barrierefrei sind, schließen sie Millionen von Menschen aus, die auf digitale Inhalte angewiesen sind. Barrierefreiheit sorgt dafür, dass alle Menschen die gleichen Chancen haben, am digitalen Leben teilzuhaben. Darüber hinaus verbessert Barrierefreiheit die Nutzerfreundlichkeit für alle, da klare Strukturen, verständliche Inhalte und einfache Navigation allen zugutekommen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie eine breitere Zielgruppe erreichen und gleichzeitig gesetzliche Vorschriften einhalten.

            Was versteht man unter einer barrierefreien Website?

             

            Eine barrierefreie Website ist eine Website, die so entwickelt und gestaltet ist, dass sie von allen Nutzenden, einschließlich Menschen mit Behinderungen, vollständig und effektiv genutzt werden kann. Dies beinhaltet die Anpassung der Inhalte und Funktionen einer Website, um Hindernisse zu minimieren und sicherzustellen, dass niemand aufgrund von Einschränkungen oder technischen Gegebenheiten ausgeschlossen wird.

            Infografik mit Beispiel Barrierefreiheit

            Wer profitiert von einer barrierefreien Website?

             

            Von einer barrierefreien Website profitieren:

             

            1. Menschen mit Behinderungen:
              • Personen mit Sehbehinderungen (z. B. Farbenblindheit, Sehschwäche, Blindheit), die auf Screenreader angewiesen sind.
              • Personen mit Hörbehinderungen, die auf Untertitel oder Transkripte von Audioinhalten angewiesen sind.
              • Personen mit motorischen Einschränkungen, die alternative Eingabemethoden wie Sprachsteuerung oder Spezialtastaturen nutzen.
              • Personen mit kognitiven und neurologischen Einschränkungen, die auf eine einfache, übersichtliche Gestaltung und klare Sprache angewiesen sind.
            2. Ältere Personen:
              • Ältere Menschen, die eventuell mit altersbedingten Einschränkungen wie verminderter Sehschärfe, Hörvermögen oder eingeschränkter Feinmotorik umgehen müssen.
            3. Menschen mit temporären Einschränkungen:
              • Personen, die sich von Verletzungen erholen oder sich in Situationen befinden, in denen die übliche Nutzung eingeschränkt ist (z. B. ein gebrochener Arm).

             

             

            Barrierefreie Websites fördern Inklusion und Gleichberechtigung und verbessern die Erreichbarkeit und Benutzererfahrung für alle Menschen, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Einschränkungen. Sie bieten generell eine bessere Nutzererfahrung durch übersichtliches Design, klare Navigation und zugängliche Inhalte.

            Infografik: Wer profitiert von einer barrierefreien Website?

            Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen

             

            Um eine Website barrierefrei zu gestalten, ist es entscheidend, die unterschiedlichen Arten von Behinderungen zu verstehen und gezielt darauf einzugehen. Hier sind die wichtigsten Gruppen und die besonderen Anforderungen, die sie an eine barrierefreie Website stellen:

             

            a) Sehbehinderungen (z. B. Farbenblindheit, Sehschwäche)

            Für Menschen mit Sehbehinderungen ist die visuelle Gestaltung einer Website von entscheidender Bedeutung. Einige haben nur ein eingeschränktes Sehvermögen oder sind vollständig blind, während andere Farbenblindheit haben oder unter einer Sehschwäche leiden.

             

            • Anpassungen für Farbenblindheit: Es sollte darauf geachtet werden, dass der Kontrast zwischen Text und Hintergrund ausreichend ist und keine Farben verwendet werden, die für Menschen mit Farbenblindheit schwer zu unterscheiden sind.
            • Unterstützung für Screenreader: Texte sollten so kodiert sein, dass sie von Screenreadern, die die Inhalte einer Website vorlesen, leicht erkannt und korrekt interpretiert werden können.
            • Skalierbare Schriftgrößen: Nutzende sollten die Möglichkeit haben, die Schriftgröße nach Bedarf zu vergrößern, ohne dass die Lesbarkeit oder die Struktur der Seite beeinträchtigt wird.

             

            b) Hörbehinderungen

            Für Menschen mit Hörbehinderungen ist es wichtig, dass auditive Informationen in einer für sie zugänglichen Form bereitgestellt werden.

             

            • Untertitel und Transkripte: Alle Audio- und Videoinhalte sollten mit Untertiteln und/oder Transkripten versehen sein, damit sie auch ohne Ton verstanden werden können.
            • Visuelle Hinweise: Auditive Hinweise, wie Warnsignale oder Benachrichtigungen, sollten durch visuelle Hinweise ergänzt werden, um sicherzustellen, dass alle Nutzende die Informationen erhalten.

             

            c) Motorische Einschränkungen

            Menschen mit motorischen Einschränkungen, die z. B. aufgrund von körperlichen Behinderungen oder Erkrankungen Schwierigkeiten haben, eine Maus oder Tastatur zu bedienen, benötigen spezielle Anpassungen.

             

            • Tastaturnavigation: Die Website sollte vollständig mit der Tastatur navigierbar sein, sodass Nutzer

            keine Maus benötigen, um sich durch die Seite zu bewegen.

            • Ergonomische Navigation: Buttons und Links sollten groß genug und so platziert sein, dass sie leicht geklickt werden können, auch von Personen mit eingeschränkter Feinmotorik.
            • Anpassbare Geschwindigkeit und Reaktionszeit: Animationen und andere dynamische Inhalte sollten angepasst werden können, damit sie nicht zu schnell ablaufen und Menschen mit motorischen Einschränkungen ausreichend Zeit haben, zu reagieren.

             

            d) Kognitive und neurologische Einschränkungen

            Menschen mit kognitiven und neurologischen Einschränkungen benötigen oft eine besonders übersichtliche und klare Website-Struktur sowie leicht verständliche Inhalte.

            • Einfache Sprache und klare Anweisungen: Inhalte sollten in einer einfachen, leicht verständlichen Sprache verfasst sein. Klare Anweisungen und eine intuitive Navigation helfen Nutzende, sich auf der Website zurechtzufinden.
            • Vermeidung von ablenkenden Elementen: Zu viele bewegte oder blinkende Elemente können Menschen mit kognitiven oder neurologischen Einschränkungen überfordern. Solche Elemente sollten minimiert oder komplett vermieden werden.
            • Flexibilität in der Präsentation: Nutzende sollten die Möglichkeit haben, die Darstellung von Inhalten anzupassen, z. B. durch das Ändern von Schriftgrößen, Kontrasten oder Farbschemata, um ihre individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen.

             

             

            Technische Aspekte von barrierefreien Websites

             

            Eine barrierefreie Website erfordert eine durchdachte technische Umsetzung, die sicherstellt, dass alle Nutzenden, unabhängig von ihren individuellen Einschränkungen oder den von ihnen genutzten Technologien, auf die Inhalte zugreifen können. Technische Barrierefreiheit betrifft vor allem die Kompatibilität mit Hilfstechnologien, die Möglichkeit zur vollständigen Navigation mit alternativen Eingabemethoden und die Optimierung der Website für verschiedene Nutzergruppen.

             

             

            Kompatibilität mit Screenreadern und anderen Hilfstechnologien

             

            Screenreader und andere Hilfstechnologien sind entscheidend für Menschen mit Sehbehinderungen, um digitale Inhalte zu erfassen. Eine barrierefreie Website muss so entwickelt sein, dass sie mit diesen Technologien problemlos funktioniert.

            • Semantisches HTML: Der Einsatz von sauberem, semantischem HTML ist entscheidend, damit Screenreader die Struktur und den Inhalt einer Seite korrekt interpretieren können. Überschriften, Listen, Formulare und andere Elemente müssen entsprechend ausgezeichnet sein.
            • ARIA-Labels: Die WAI-ARIA (Web Accessibility Initiative – Accessible Rich Internet Applications) bietet spezielle Attribute, mit denen komplexe Webanwendungen und dynamische Inhalte für Hilfstechnologien verständlich gemacht werden können.
            • Alt-Texte für Bilder: Jedes Bild auf der Website sollte mit einem Alt-Text versehen sein, der den Inhalt des Bildes beschreibt. Diese Beschreibungen werden von Screenreadern vorgelesen und bieten so Zugang zu visuellen Informationen.

             

             

            Was wir bei Websites beobachten?

            Bei der Analyse von Websites stellen wir häufig fest, dass die Strukturierung der Inhalte oft fehlerhaft ist, insbesondere bei Webseiten, die mit Content-Management-Systemen wie WordPress erstellt und vom Unternehmen selbst gepflegt werden. Ein häufiges Problem ist die falsche Verwendung von Überschriften: Mehrere H1-Überschriften auf einer Seite oder eine unlogische Reihenfolge, erschweren die Navigation und das Verständnis des Seiteninhalts, primär für Screenreader-Nutzende. Zudem fehlen oft die Alt-Texte bei Bildern, was Menschen mit Sehbehinderungen den Zugang zu visuellen Informationen verwehrt. Diese Texte sollten beim Hochladen der Bilder direkt angelegt werden, um die Barrierefreiheit der Website zu gewährleisten. Unsere Beobachtungen zeigen, dass viele Websites in ihrer Struktur und Gestaltung nicht ausreichend barrierefrei sind.

            Tastaturnavigation und alternative Eingabemethoden

             

            Nicht alle Nutzenden können eine Maus verwenden. Deshalb muss eine barrierefreie Website vollständig über die Tastatur oder andere alternative Eingabemethoden navigierbar sein.

            • Tab-Reihenfolge: Die Tab-Reihenfolge sollte logisch und intuitiv sein, sodass Nutzende mit der Tastatur leicht durch die Inhalte navigieren können. Wichtig ist, dass alle interaktiven Elemente, wie Links und Formulare, in der richtigen Reihenfolge angesteuert werden.
            • Fokus-Indikatoren: Jeder interaktive Punkt auf der Seite, der mit der Tastatur angesteuert werden kann, sollte durch einen gut sichtbaren Fokus-Indikator hervorgehoben werden, sodass die Nutzenden immer wissen, wo sie sich befinden.
            • Alternativen für Mausgesten: Wenn die Website Mausgesten verwendet, wie z. B. Drag-and-Drop, sollten alternative Methoden angeboten werden, die mit der Tastatur oder anderen Eingabegeräten genutzt werden können. 
            Infografik Barrierefreie Website

            Inhaltliche Gestaltung barrierefreier Websites

             

            Neben der technischen Umsetzung spielt die inhaltliche Gestaltung eine wesentliche Rolle bei der Barrierefreiheit einer Website. Klarheit und Verständlichkeit der Inhalte sind entscheidend, damit alle Nutzenden die Informationen aufnehmen und verstehen können.

             

            Klare und verständliche Sprache

             

            Die Verwendung einer klaren und einfachen Sprache ist ein grundlegender Aspekt der Barrierefreiheit.

            • Vermeidung von Fachjargon: Komplexe Begriffe oder Fachjargon sollten entweder vermieden oder klar erklärt werden. Die Inhalte sollten so formuliert sein, dass sie auch von Menschen mit unterschiedlichen Bildungs- und Wissensständen verstanden werden.
            • Einfache Sätze und Absätze: Kurze, klare Sätze und gut strukturierte Absätze erleichtern das Verständnis und verbessern die Lesbarkeit. Vermeiden Sie lange, verschachtelte Satzstrukturen.

             

            Struktur und Navigation

             

            Eine logisch aufgebaute Struktur und intuitive Navigation erleichtern es den Nutzenden, sich auf der Website zurechtzufinden und schnell zu den gewünschten Informationen zu gelangen:

             

            • Übersichtliche Menüführung: Die Hauptnavigation sollte klar strukturiert und leicht auffindbar sein. Dropdown-Menüs sollten so gestaltet sein, dass sie auch bei Keyboard-Navigation einfach zugänglich sind.
            • Konsistente Seitentitel und Überschriften: Jede Seite sollte einen eindeutigen und aussagekräftigen Titel haben. Überschriften sollten hierarchisch strukturiert sein (z. B. H1, H2, H3), um die Inhalte logisch zu gliedern und die Navigation zu erleichtern.
            • Sitemaps und Suchfunktionen: Eine gut durchdachte Sitemap und eine leistungsfähige Suchfunktion helfen Nutzenden, schnell das zu finden, was sie suchen.

               

              Was wir als Agentur für unsere Kunden tun

               

              Als Agentur für Webdesign und Kommunikation verstehen wir die Bedeutung von Barrierefreiheit im digitalen Raum und unterstützen unsere Kunden umfassend dabei, ihre Websites barrierefrei zu gestalten. Unsere Leistungen decken alle Schritte von der Beratung und Strategieentwicklung bis hin zur kontinuierlichen Betreuung ab, um sicherzustellen, dass jede Website den Anforderungen der Barrierefreiheit entspricht und für alle Nutzende zugänglich ist.

               

              Beratung und Strategieentwicklung

               

              Der erste Schritt zu einer barrierefreien Website beginnt mit einer gründlichen Beratung und Strategieentwicklung. Wir ermitteln den spezifischen Bedarf unserer Kunden und analysieren bestehende Websites auf Barrierefreiheitslücken. Gemeinsam entwickeln wir ein maßgeschneidertes Konzept, das die spezifischen Anforderungen des Unternehmens berücksichtigt und alle relevanten gesetzlichen Vorgaben zur Barrierefreiheit erfüllt. Dabei achten wir darauf, dass die Lösung nicht nur technisch einwandfrei ist, sondern auch zur Marke und den Kommunikationszielen des Unternehmens passt.

               

              Technische Umsetzung und Design

               

              In der Phase der technischen Umsetzung und des Designs entwickeln wir barrierefreie Websites von Grund auf oder passen bestehende Websites an, um sie barrierefrei zu machen. Wir verwenden dabei aktuelle Standards und bewährte Methoden, wie die WCAG-Richtlinien, sowie semantisches HTML, um die Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit zu maximieren. Unsere Designenden achten darauf, dass die visuelle Gestaltung klare Kontraste, lesbare Schriftarten und eine intuitive Navigation bietet, die für alle Nutzenden, unabhängig von deren Fähigkeiten, zugänglich ist.

               

              Schulung und Weiterbildung

               

              Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist die Schulung und Weiterbildung unserer Kunden. Wir bieten Schulungen an, in denen wir den Umgang mit barrierefreien Inhalten vermitteln. Diese Schulungen umfassen Themen wie die korrekte Verwendung von Alt-Texten, die Erstellung verständlicher Texte in einfacher Sprache und die Pflege der Website mit barrierefreien Tools und Methoden. So stellen wir sicher, dass unsere Kunden auch nach dem Projekt in der Lage sind, ihre Website selbstständig barrierefrei zu halten.

               

              Kontinuierliche Betreuung und Optimierung

               

              Barrierefreiheit ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Deshalb bieten wir eine regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Barrierefreiheit an, um sicherzustellen, dass die Website stets den neuesten Standards entspricht. Wir nutzen verschiedene Testmethoden und -tools, um potenzielle Barrieren zu identifizieren und zu beheben, bevor sie zu einem Problem für die Nutzenden werden. Durch diese kontinuierliche Betreuung helfen wir unseren Kunden, rechtliche Risiken zu minimieren und die bestmögliche Nutzererfahrung für alle zu gewährleisten.

              Mit diesen umfassenden Dienstleistungen unterstützen wir unsere Kunden

              dabei, ihre Websites barrierefrei zu gestalten und so ihre Reichweite zu erhöhen, ihre Marke inklusiver zu machen und den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.

               

               

              Infografik mit einer Checkliste zu barrierefreien Websites

              Coverbild: scyther5 – Getty Images (Canva)

               

               

               

              Möchten Sie Ihre Website barrierefrei gestalten und neue Zielgruppen erreichen? Kontaktieren Sie uns noch heute und lassen Sie uns gemeinsam Ihre digitale Präsenz für alle zugänglich machen!

              Text-zu-Bild-Generatoren: Adobe Firefly und DALL-E im Vergleich

              Text-zu-Bild-Generatoren: Adobe Firefly und DALL-E im Vergleich

              Bild: Marielle Morawitz – 2komma8, erstellt mithilfe der KI Adobe Firefly

              Die wildesten Träume in Bilder verwandeln? Mit nur wenigen Worten ein Kunstwerk zaubern, das die eigenen Visionen zum Leben erweckt? Gestalten können, ohne Grenzen? In den 1970er Jahren gab es erste Ansätze, doch erst mit dem Aufkommen von neuronalen Netzen und Deep Learning in den letzten Jahren kam der Durchbruch in der KI-gestützten Bilderstellung! DALL-E und Adobe Firefly sind neben Midjourney und Leonardo.Ai die beiden Schwergewichte auf diesem Gebiet. Aber welches Tool passt besser zu Ihren Bedürfnissen?

              Die Entwicklung von Text-zu-Bild-Generatoren: Von den Anfängen bis heute

               

              Die Geschichte der Text-zu-Bild-Generatoren (T2I) beginnt in den 1960er und 1970er Jahren. In dieser Zeit legten frühe Experimente in der Computergrafik und Künstlichen Intelligenz (KI) den Grundstein für die heutige Technologie. Diese frühen Ansätze konnten nur einfache grafische Darstellungen generieren. Doch sie waren der erste Schritt in einer Reise, die uns zu den hochentwickelten Tools von heute führte.

              Infografik Text-zu-Bild-Generatoren

              Die 1960er und 1970er Jahre: Pionierarbeit

               

              In den 1960er Jahren begannen Wissenschaftler*innen, die Möglichkeiten der Computergrafik zu erforschen. Ein bedeutender Meilenstein war das Projekt „Automata“ von Harold Uhr (1960). Es handelte sich um ein regelbasiertes System zur Generierung abstrakter Bilder. Dieses System nutzte Regeln und Algorithmen, um visuelle Muster zu erstellen und legte damit den Grundstein für spätere Entwicklungen in der algorithmischen Kunst.

              Ivan Sutherland entwickelte 1963 das Sketchpad-System, das als eines der ersten Programme zur Erstellung von Grafiken gilt.

              Ein weiteres wichtiges Projekt dieser Ära war „A Computer Painter“ von Leon Harmon (1973). Dieses System konnte einfache Bilder aus textuellen Beschreibungen generieren. Harmon zeigte damit das Potenzial auf, Bilder durch textbasierte Anweisungen zu erstellen und inspirierte zukünftige Forschungen in diesem Bereich.

              Die 1980er und 1990er Jahre: Fortschritte in der Grafik und KI

               

              In den 1980er und 1990er Jahren machten Fortschritte in der KI und der Grafikhardware die Erstellung komplexerer Bilder möglich. Neural Networks und Algorithmen des maschinellen Lernens wurden weiterentwickelt. Trotzdem blieb die Fähigkeit, Bilder aus Text zu generieren, noch in weiter Ferne. Forscher*innen konzentrierten sich vor allem auf die Verbesserung von Bildverarbeitungs- und Mustererkennungstechnologien.

                Die 2000er Jahre: Auf dem Weg zur modernen KI

                 

                Der Beginn des 21. Jahrhunderts brachte erhebliche Fortschritte in der KI-Forschung mit sich. Mit der Einführung von Convolutional Neural Networks (CNNs) und anderen fortschrittlichen Modellen wurde die Bildverarbeitung revolutioniert. Gleichzeitig begannen Forscher*innen, die Möglichkeiten der Generierung von Bildern aus Textdaten intensiver zu untersuchen.

                  Die 2010er Jahre: Der Durchbruch

                   

                  In den 2010er Jahren kam es zu entscheidenden Durchbrüchen. Die Entwicklung von Generative Adversarial Networks (GANs) durch Ian Goodfellow im Jahr 2014 war ein Meilenstein. GANs ermöglichen es, realistische Bilder zu erzeugen, indem zwei Netzwerke gegeneinander antreten: Eines generiert Bilder, während das andere versucht, zwischen echten und künstlichen Bildern zu unterscheiden. Diese Technologie legte den Grundstein für moderne Text-zu-Bild-Generatoren.

                    Die 2020er Jahre: State-of-the-Art-Generatoren

                     

                    Heute haben Text-zu-Bild-Generatoren ein erstaunliches Niveau erreicht. Dank fortschrittlicher KI-Modelle wie GPT-3 und DALL-E von OpenAI, sowie Midjourney und Stable Diffusion sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt. Diese Systeme können detaillierte und realistische Bilder, basierend auf komplexen Textbeschreibungen, erstellen. 

                    Bekannte Text-zu-Bild-Generatoren sind: 

                    • DALL-E (OpenAI): Ein leistungsstarker Text-zu-Bild-Generator, der auf GPT-3 basiert und beeindruckende Bilder aus detaillierten Beschreibungen erzeugt. Das Tool, das Anfang 2021 vorgestellt wurde, generiert aus Textbeschreibungen hochkomplexe Bilder. Ob ein zweiköpfiger Flamingo in Van-Gogh-Stil oder ein futuristischer Stadtplan – DALL-E setzt der Kreativität keine Grenzen.
                    • Midjourney: Der beliebte Generator wurde erstmals im Februar 2022 eingeführt. Seitdem hat er mehrere Versionen durchlaufen, wobei jede Version signifikante Verbesserungen und neue Funktionen mit sich brachte. Die wichtigsten Veröffentlichungen waren Version 2 im April 2022, Version 3 im Juli 2022, Version 4 im November 2022 und Version 5 im März 2023. Die aktuellste Version, MidJourney V6, wurde im Dezember 2023 in der Alpha-Phase veröffentlicht​.
                    • Stable Diffusion: Die Open-Source-Alternative, die flexible und qualitativ hochwertige Bildgenerierungen ermöglicht, wurde im August 2022 veröffentlicht. Dieses Modell wurde von Stability AI entwickelt und nutzt eine tiefenlernbasierte Diffusionstechnologie zur Erzeugung detaillierter Bilder basierend auf Texteingaben.
                    • Leonardo.AI: Leonardo.AI wurde im Dezember 2022 veröffentlicht. Dieses australische Start-up nutzt die Infrastruktur von Amazon Web Services (AWS) und hat sich seitdem schnell entwickelt. Das Unternehmen generiert täglich Millionen von neuen Bildern und hat sich in weniger als einem Jahr zu einem der führenden Anbieter von generativer KI entwickelt.
                    • Adobe Firefly: Dieser leistungsstarke, präzise und schnell arbeitende Text-zu-Bild-Generator ist eines der neuesten Wunderwerke der Kreativwelt. Seit April 2023 auf dem Markt, bietet Adobe Firefly eine nahtlose Integration in die Adobe Creative Cloud. Firefly nutzt fortschrittliche KI, um Bilder auf eine Weise zu generieren, die sich perfekt in den bestehenden Adobe-Workflow einfügt.
                    • Imagen 3: Der neueste Text-zu-Bild-Generator, der auf den Markt gekommen ist, wurde im Mai 2024 vorgestellt. Imagen 3 von Google ist bekannt für seine Fähigkeit, fotorealistische Bilder mit hoher Detailgenauigkeit zu erzeugen, und zeichnet sich durch weniger visuelle Artefakte im Vergleich zu früheren Modellen aus.
                    Infografik State-of-the-Art-Generatoren

                    Unterschiede zwischen DALL-E und Adobe Firefly

                     

                     Obwohl DALL-E und Adobe Firefly viele Gemeinsamkeiten teilen, gibt es wesentliche Unterschiede, die ihre Nutzung und Funktionalität prägen. Diese Unterschiede betreffen vor allem die technologischen Grundlagen, die Integration in bestehende Software-Ökosysteme und die Lizenzierungsmodelle. Ein genauer Blick auf diese Aspekte zeigt, wie sich die beiden Tools voneinander abheben und welche spezifischen Vorteile sie jeweils bieten:

                     

                    • Technologische Grundlagen und KI-Modelle: DALL-E basiert auf GPT-3, einem der fortschrittlichsten Sprachmodelle der Welt, das speziell für die Bilderstellung angepasst wurde. Adobe Firefly hingegen nutzt Adobes eigene KI-Technologie, die tief in die Creative Cloud integriert ist und perfekt mit anderen Adobe-Tools harmoniert.
                    • Integration in bestehende Software und Arbeitsabläufe: Ein wesentlicher Unterschied ist die Integration in bestehende Software-Ökosysteme. DALL-E steht als eigenständiges Tool zur Verfügung, während Adobe Firefly tief in die Creative Cloud eingebettet ist. Das bedeutet, dass Firefly nahtlos mit anderen Adobe-Programmen wie Photoshop, Illustrator und InDesign zusammenarbeitet, was den kreativen Workflow erheblich erleichtert. DALL-E lässt sich jedoch mit ChatGPT nutzen. Der Chatbot dient dabei als Brainstorming-Partner. Mit ihm verfeinern Sie Prompts und erzielen bessere Ergebnisse.
                    • Lizenzierungs- und Preismodelle: Die Lizenzierung und Preisgestaltung unterscheiden sich ebenfalls. OpenAI nutzt ein auf Token-basiertes Preismodell, das die Nutzung pro Bild abrechnet.  DALL-E3  ist daneben für alle, die ChatGPT Plus oder Enterprise abgeschlossen haben, innerhalb von Chat GPT4 nutzbar. Die entsprechenden Abonnements beginnen bei 20 Dollar im Monat. Adobe Firefly ist Teil des Creative Cloud Abonnements, das eine unbegrenzte Nutzung ermöglicht, solange das Abonnement aktiv ist. 
                    • Benutzeroberfläche und Bedienung: Die Benutzeroberfläche von DALL-E ist minimalistisch und auf die Bildgenerierung fokussiert. Derzeit lassen sich Stil und Bildformat einstellen. Adobe Firefly hingegen bietet eine umfassendere Benutzeroberfläche, die viele Funktionen der Creative Cloud integriert und somit eine umfassendere kreative Kontrolle ermöglicht.

                    Einsatzbereiche und Zielgruppen

                     

                    DALL-E ist ideal für kreative Experimente und ungewöhnliche Bildideen. Kunstschaffende und Designer*innen nutzen diesen Text-zu-Bild-Generator, um Inspiration zu finden oder ungewöhnliche Kunstwerke zu erstellen. Auch in der Werbung findet der Text-zu-Bild-Generator Anwendung, beispielsweise bei der Erstellung einzigartiger Visuals für Social-Media-Kampagnen. DALL-E spricht vor allem kreative Einzelpersonen und kleine Teams an, die auf der Suche nach innovativen und unkonventionellen Bildideen sind.

                    Adobe Firefly glänzt in der professionellen Gestaltung und Bearbeitung. Teils sind die erstellten Bilder nicht mehr von Fotografien zu unterscheiden. Dank der tiefen Integration in die Creative Cloud können Designer*innen ihre Projekte nahtlos von der Idee bis zum fertigen Produkt umsetzen. Besonders nützlich ist Firefly in der Werbung, im Grafikdesign und in der Medienproduktion, wo hochwertige, anpassbare Visuals gefragt sind.

                    Adobe Firefly richtet sich an professionelle Designer*innen und größere Teams, die eine nahtlose Integration in ihre bestehenden Arbeitsabläufe benötigen.

                    Vor- und Nachteile beider Tools

                     

                    Merkmal

                    Dall-e

                    Adobe Firefly

                    Vorteile

                    – einzigartige, kreative Bildgenerierung

                    – nahtlose Integration in die Adobe Creative Cloud

                    – intuitive und einfache Benutzeroberfläche

                    – umfassende Bearbeitungs- und Anpassungstools

                    – geeignet für experimentelle Kunstprojekte

                    – ideal für professionelle Anwendungen und Projekte

                    Nachteile

                    – begrenzte Integration in bestehende Workflows

                    – erfordert ein Creative Cloud Abonnement

                    – kostenintensiv bei hoher Nutzung, falls kein Abo besteht

                    – komplexere Benutzeroberfläche

                     

                    Zukunftsperspektiven und Weiterentwicklung

                     

                    Beide Tools werden kontinuierlich weiterentwickelt. OpenAI plant, DALL-E um weitere kreative Funktionen zu erweitern und die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern. Adobe arbeitet an der Integration neuer KI-Funktionen in Firefly, um noch präzisere und kreativere Bildgenerierung zu ermöglichen. Zudem arbeiten beide an einem Text-zu-Video-Generator.

                    Die Zukunft der KI-basierten Bilderstellung sieht vielversprechend aus. Mit der Weiterentwicklung der KI-Modelle und der Integration neuer Technologien könnten in naher Zukunft noch beeindruckendere und vielseitigere Bilder erstellt werden.

                     

                     

                    Fazit

                    DALL-E und Adobe Firefly sind beeindruckende Werkzeuge, die die Kreativbranche revolutionieren. Während DALL-E für seine einzigartige, kreative Bildgenerierung bekannt ist, punktet Adobe Firefly mit seiner tiefen Integration in die Creative Cloud und seinen umfassenden Bearbeitungswerkzeugen. Die Wahl des richtigen Tools hängt von den individuellen Bedürfnissen und dem Anwendungsbereich ab. Für experimentelle Kunstprojekte und kreative Experimente ist DALL-E die richtige Wahl. Für professionelle Anwendungen und eine nahtlose Integration in bestehende Workflows bietet Adobe Firefly klare Vorteile.

                     

                    Dieser Text wurde zum Teil mit ChatGPT erstellt.

                     

                     

                    Wir nutzen die Stärken beider Tools, um Ihre kreativen Visionen zum Leben zu erwecken!